Am 26. April 2009 jährt sich der Welttag des geistigen Eigentums zum neunten Mal. Er wurde von der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) ins Leben gerufen und soll die Bedeutung von geistigem Eigentum nicht nur im Bereich von Musik, Kunst und Unterhaltung, sondern auch auf dem Gebiet der technologischen Entwicklung und Innovation verdeutlichen.
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat die Schirmherrschaft für den Wettbewerb "Ideenliebe" des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) übernommen, der heute anlässlich des Welttags des geistigen Eigentums erstmals einen Preis an Schülerinnen und Schüler verleiht, die originelle und kreative Beiträge zum Schutz von Ideen entwickelt haben. Der Schüler-Wettbewerb "Ideenliebe - schützt geistiges Eigentum" richtete sich an Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Klasse, die aufgerufen waren, sich mit dem Thema geistiges Eigentum zu beschäftigen.
"Der Welttag des geistigen Eigentums ist immer ein guter Anlass, sich den Wert von Schutzrechten als Wachstumsmotor bewusst zu machen. Wir sind ein Land ohne große Bodenschätze; kluge Ideen und Innovationen sind unsere wichtigste Ressource. Innovative Ideen und deren Schutz gehören untrennbar zusammen. Die richtigen gesetzlichen Rahmenbedingungen haben wir. Das öffentliche Bewusstsein für den Wert von geistigem Eigentum müssen wir weiter stärken. Nur dort, wo Rechte des geistigen Eigentums geschützt sind, lohnt es sich, zu forschen, zu entwickeln und die so gewonnenen Erkenntnisse in neue Produkte und Technologien umzusetzen", erklärte Zypries als Schirmherrin des Wettbewerbs.
"Produkt- und Markenpiraterie ist eine Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Verbraucheraufklärung - gerade auch bei Jugendlichen - ist wichtig, damit Piraterieware nicht mehr oder zumindest weniger nachgefragt wird. Diese Zusammenhänge müssen wir den Kindern und Jugendlichen so früh wie möglich nahebringen. Ich freue mich daher, dass der BDI im letzten Jahr den Schülerwettbewerb "Ideenliebe" ins Leben gerufen hat, um jungen Menschen den Wert geistigen Eigentums zu vermitteln. Mit dem Wettbewerb tragen wir das Thema in die Klassenzimmer. Das Original ist immer besser als die Kopie! Das gilt für Markenprodukte ebenso wie für urheberrechtlich geschützten Medieninhalte. Jugendliche lernen dies am besten, indem sie den Wert der eigenen kreativen Ideen entdecken. Der Wettbewerb "Ideenliebe" verdient daher auch in Zukunft unsere Unterstützung."
Der Wettbewerb "Ideenliebe" prämiert Schülerinnen und Schüler für ihre originellen Beiträge zum Schutz des geistigen Eigentums. Es beteiligten sich rund 220 Schüler aus sämtlichen Schulformen. Die Beiträge reichten von Kurzfilmen über Zeichnungen bis hin zu Gedichten. Die Gewinner werden am 26. April 2009 in Berlin ausgezeichnet und können sich über attraktive Sachpreise freuen.
Zu den wichtigsten aktuellen Aktivitäten des Bundesministeriums der Justiz zur Durchsetzung des geistigen Eigentums zählen:
- Am 1. September 2008 ist das Gesetz zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums in Kraft getreten. Es sieht unter anderem vor, dass ein Kläger künftig auch von Dritten - etwa von Internet-Providern oder Spediteuren - Auskünfte verlangen kann, um besser an die Fälscher und Raubkopierer und ihre Hintermänner heranzukommen. Ferner bietet es Erleichterungen bei der Beweisführung und ein vereinfachtes Verfahren zur Vernichtung von Piraterieware, um zu verhindern, dass solche Waren überhaupt in die EU eingeführt werden. Mit diesem Gesetz hat Deutschland die EU-Durchsetzungsrichtlinie zum Schutz des geistigen Eigentums in nationales Recht umgesetzt.
- Das Bundesministerium der Justiz veranstaltet am 7. und 8. Mai 2009 eine internationale Konferenz zum Urheberrecht. Das Bundesministerium der Justiz will hiermit eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation auf diesem Gebiet vornehmen und Denkanstöße für die weitere Entwicklung des Urheberrechts auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene geben.
Informationen zu dem Wettbewerb finden sich unter http://www.ideenliebe.de. Ausführliche Informationen über Maßnahmen gegen Produktpiraterie und andere Schutzrechtsverletzungen sind unter www.bmj.de erhältlich.


