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Internationaler Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien setzt Stärke des Rechts durch
Berlin, 28. Juni 2004Bundesjustizministerin Brigitte Zypries fordert die weitere
Unterstützung des Internationalen Strafgerichtshofs für das
ehemalige Jugoslawien (IStGHJ). Der Strafgerichtshof hat bislang 13
Personen verurteilt und verhandelt derzeit gegen eine Reihe
weiterer Angeklagter, darunter auch den ehemaligen jugoslawischen
Präsidenten Slobodan Milosevic. „Die strafrechtliche
Verfolgung der Verantwortlichen für die im ehemaligen Jugoslawien
begangenen Verbrechen durch den Gerichtshof ist eine notwendige
Voraussetzung für die Aufarbeitung der Vergangenheit“,
betonte Zypries. „Nur so kann eine dauerhafte Versöhnung
zwischen den Menschen gelingen. Deutschland unterstützt diese
wichtige Aufgabe finanziell und personell.“ Die deutsche
Justiz leistet dem Gerichtshof wichtige Hilfestellungen. Deutsche
Strafverfolgungsbehörden stellen dem Gerichtshof
verfahrensrelevante Informationen zur Verfügung und nehmen für den
Gerichtshof Ermittlungshandlungen auf deutschem Staatsgebiet vor.
„Die Justiz in Nordrhein-Westfalen hat in der Vergangenheit
in einer Reihe von Verfahren hervorragend mit dem
Jugoslawien-Gerichtshof kooperiert“, betont auch der
nordrhein-westfälische Justizminister Wolfgang Gerhards. „Die
wichtige Arbeit des Gerichtshofs wird nur dann so erfolgreich wie
bisher fortgesetzt werden können, wenn alle Staaten den Gerichtshof
auch weiterhin vorbehaltlos unterstützen“, sind sich
Bundesjustizministerin Zypries und ihr Amtskollege aus
Nordrhein-Westfalen einig. Deutschland wird dem Gerichtshof in
Kürze erstmals einen Richter aus Nordrhein-Westfalen zur Verfügung
stellen, der den Richtern des Gerichtshofs zuarbeiten und diese bei
ihrer Arbeit unterstützen soll.


