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Was ist Stalking?

Das Gesetz zur Strafbarkeit beharrlicher Nachstellungen ist am 30. März 2007 im Bundesgesetzblatt verkündet worden und am 31. März 2007 in Kraft getreten.
Das Gesetz sieht neben dem neuen Straftatbestand in § 238 des Strafgesetzbuches (StGB) auch eine Änderung der Strafprozessordnung (StPO) vor. Dort wird u.a. der Haftgrund der Wiederholungsgefahr des § 112a StPO insoweit ergänzt, als in schwerwiegenden Fällen auch gegen gefährliche Stalking-Täter die Untersuchungshaft angeordnet werden kann, wenn schwere Straftaten gegen Leib und Leben zu befürchten sind. Die neue Vorschrift ist auf Handlungen, die vor ihrem Inkrafttreten begangen worden sind, nicht anwendbar.
Der englische Begriff Stalking stammt aus der Jägersprache und bedeutet so viel wie "anpirschen" oder "anschleichen". Inzwischen wird der Begriff aber auch in Deutschland als Umschreibung für eine fortgesetzte Verfolgung, Belästigung oder Bedrohung einer anderen Person verwendet. Eine allgemeingültige Definition des Stalking gibt es allerdings nicht und seine Erscheinungsformen sind vielfältig.
Das Phänomen Stalking ist in Deutschland relativ wenig erforscht. Nach den bisherigen Erkenntnissen ist aber davon auszugehen, dass auch in Deutschland eine ernst zu nehmende Zahl von Menschen von Stalking betroffen ist. Dafür spricht u.a., dass nach einer Studie des Zentralinstituts für seelische Gesundheit in Mannheim 12% der untersuchten Bevölkerungsstichprobe mindestens einmal im Leben Opfer von Stalking gewesen sind.


